Universität Potsdam Am Neuen Palais
Neuordnung des Campus
Erster Realisierungsabschnitt
Projektleitung für Bruno Fioretti Marquez I LPH 1-5
Die Universität Potsdam ist auf drei Potsdamer Standorte verteilt. Der Standort Am Neuen Palais im Park Sanssouci bildet den Hauptidentifikationsort der Einrichtung. Das Ensemble Neues Palais ist ein Einzeldenkmal der UNESCO-Welterbestätte Schlösser und Parks von Potsdam. Nach dem Krieg erbaute Universitätsgebäude auf dem Campus stören das Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Bauwerke und lassen notwendige räumliche Entwicklungen der Universität nicht zu.

Mit dem Ziel der landschaftspflegerischen Reparatur und baulichen Neuordnung des Universitätscampus sollen Bestandsgebäude in mehreren Abschnitten rückgebaut und durch Neubauten ersetzt werden. In einem Realisierungswettbewerb sollten anhand einer Konzeption für den ersten Bauabschnitt denkmalgerechte gestalterische Vorgaben für den Campus entwickelt werden. Der erste Bauabschnitt umfasst zwei Gebäude, die zentrale technische und Verwaltungs-Nutzungen, das Rechenzentrum und die Heizzentrale beherbergen.

Parallel zur Gebäudeplanung wurden die Gestaltungsprinzipien in Form eines Regelbuches für die nachfolgenden Realisierungsabschnitte verbindlich festgelegt. Ziel der Festlegungen ist ein gestalterischer Rahmen, der eine langfristig tragende Gesamtcharakteristik ermöglicht. Einheit und Vielfalt der künftigen Bebauung sollen in Einklang gebracht werden, sodass die neu entstehenden Gebäude ein verbindendes Erscheinungsbild aufweisen, auch wenn sie von verschiedenen Architekten zu verschiedenen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Anforderungen geplant werden.






Ihnen gemeinsam soll eine eigenständige Architektur von höchster Qualität sein, deren nach und nach entstehenden Teile gemeinsam mit dem jeweils Bestehenden ein zu jedem Zeitpunkt schlüssiges Ganzes bilden.
Mit diesem Ziel werden architektonische Grundsätze und Prinzipien formuliert (Konstanten), die die Entstehung eines harmonischen Ensembles und die Identität des Ortes begünstigen. In Beziehung dazu werden Möglichkeiten für kreative Entwurfskonzepte und zeitgemäße Anpassungen Variablen definiert. Die Konstanten und Variablen werden auf den Maßstabsebenen Ensemble, Typologie und Materialität beschrieben.



Auftraggeber Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur Brandenburg
vertreten durch den Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften
und Bauen (BLB)
BGF 5.200 m² I Baukosten 30 Mio €




